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Dienstag, August 22, 2006

Windows RSS Platform vs. Structured Blogging

Die Structured Blogging-Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, strukturierte Inhalte (insbesondere MicroContent) in HTML-Seiten und RSS-Feeds einzubetten bzw. hierfür geeignete Spezifikationen und Mechanismen zu definieren. Der Ansatz ist hierbei folgender: Die XML-Daten werden in ein script-Element eingebettet und das Element wird mit einem speziellen type-Attribut versehen, so dass es von den script-Elementen, die tatsächlich z.B. JavaScript enthalten, unterscheidbar ist.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist: Versteht ein Browser die Daten nicht, wird er sie einfach ignorieren, anstatt dem Benutzer den unverständlichen XML-Code zu präsentieren. Ein weiterer Vorteil: Die Daten können per JavaScript direkt aus der Seite gelesen werden.

Soweit, so gut. Probleme wird allerdings die so genannte "Windows RSS Platform" von Microsoft, die mit dem Internet Explorer 7 bzw. Windows Vista kommen soll, bereiten, denn die RSS-Engine von Microsoft filtert vorsorglich, also um eventuelle Sicherheitslöcher erst gar nicht aufkommen zu lassen, sämtliche script-Elemente heraus.

Ich gehe davon aus, dass sowohl die Windows RSS Platform als auch Structured Blogging zwei vielversprechende Ansätze bzw. Technologien sind und damit in naher Zukunft verstärkt zur Anwendung kommen werden. Spätestens dann wird das Problem akut und verlangt nach einer Lösung. Hoffentlich sieht das Microsoft genauso und passt seine Filtermethode entsprechend an.

Dabei könnte Microsoft sogar von der Structured Blogging-Initiative profitieren. So hat Microsoft mit den Simple List Extensions (SLE) eine RSS-Erweiterung ins Leben gerufen, die es erlaubt, zusätzliche Sortierkriterien für Feed-Einträge zu definieren. Dabei werden zusätzliche Eigenschaften (z.B. Preisinformationen) in den RSS-Feed in Form von fremden XML-Elementen (Elementen aus einem fremden Namensraum) eingebettet und in den SLE-Elementen für die Sortierung mittels XPath referenziert. Anstatt diese zusätzlichen Informationen direkt in den RSS-Code zu packen und damit nur innerhalb des Feeds zugänglich zu machen, wären diese Informationen besser andernorts, nämlich im script-Element aufgehoben. Zusammen mit den Simple Sharing Extensions (SSE) hätte man dann eine wirklich einfache und universelle Schnittstelle für die (bidirektionale) Synchronisation beliebiger Daten geschaffen.

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